Pflege zu Hause im Überblick

zuletzt aktualisiert am 22.03.26
Mehr Information über den deontologischen Kodex finden Sie auf opibz.it
Ethik

Dieses Thema ist besonders wichtig und wird bei der Arbeit mit Patienten zum täglichen Begleiter. Der deontologische Kodex besagt: Art. 3 "Der Krankenpfleger betreut pflegebedürftige Menschen, deren Bezugspersonen, Familie und die Gemeinschaft. Er respektiert ihre Würde, Freiheit und Gleichheit, ihren Lebensstil sowie ihre Vorstellung von Gesundheit und Wohlbefinden ohne jegliche Unterscheidung nach Alter, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung sowie kultureller Zugehörigkeit. Im Einklang mit den ethischen Werten und deontologischen Regeln der Krankenpflegeberufe gewährleistet er eine auf gegenseitigem Vertrauen beruhende Beziehung. Er fördert eine Kultur des Respekts und der Inklusion und trägt zur Reduzierung von Ungleichheiten im Gesundheits- und Sozialbereich bei. Er enthält sich jeder Form der Diskriminierung oder Schuldzuweisung gegenüber allen Menschen, denen er in seiner Tätigkeit begegnet."


Schweigepflicht

Die Pflege beschäftigt sich häufig mit sensiblen Themen, welche tief in das persönliche Leben und die Privatsphäre eingreifen. Um das Vertrauen zwischen Fachperson und Patient zu erhalten, ist eine strenge Einhaltung des Berufsgeheimnisses nicht nur wegen strafrechtlicher Folgen wichtig, sondern auch um die Integrität des Berufes zu wahren.

Der deontologische Kodex der Krankenpfleger verpflichtet die Krankenpflger dazu, die Daten der Patienten gewissenhaft und mit Respekt zu behandeln. Art. 29 besagt folgendes: "Der Krankenpfleger hält sich stets an das Berufsgeheimnis, nicht nur aus gesetzlicher Verpflichtung, sondern auch aus innerer Überzeugung sowie als konkreter Ausdruck des Vertrauensverhältnisses zur betreuten Person. Das Berufsgeheimnis gilt auch nach dem Tod der betreuten Person." Im art. 622 c.p. ist die gesetzliche Bestimmung des Berufsgeheimnisses verankert. Nur absolut notwendige Daten sollen erhoben werden und dürfen nicht ohne Zustimmung des Patienten weitergegeben werden. So kann die betreute Person sich frei von Urteil und Wertung ausdrücken und kann selbst entscheiden, welche Informationen über Gesundheit und Krankheit an andere weitergegeben wird.


Hygiene

Besonders wichtig ist die Hygiene in Räumlichkeiten, welche nicht nach Richtlinien und Standards aufgebaut wurden - ein Wohnhaus zum Beispiel. Beim Betreten eines Hauses oder einer Wohnung begibt man sich immer in die Obhut und die Regeln der Wohnenden. Dennoch ist die Einhaltung der allgemeinen Hygieneempfehlungen der WHO wichtig. Die Händehygiene und allgemeine Maßnahmen bei Infektionen oder Verdacht auf infektiöse Erkrankungen, werden alle Maßnahmen eingeleitet, um die Sauberkeit und Sicherheit von Patient, Angehörigen und Pfleger zu sichern. In besonderen Fällen und bei pflegerischen Maßnahmen, welche besondere Sauberkeit oder Sterilität voraussetzen, ist eine strikte und saubere Arbeitsweise unerlässlich, unabhängig von der Wohnsituation muss die Hygiene gewährleistet werden.